Chaotic Good: Was ist das Alignment und wie spielt man es richtig?

Chaotic Good im Alignment Chart (Bildquelle: Jonas Hammerich)
Chaotic Good im Alignment Chart (Bildquelle: Jonas Hammerich)

Lawful Evil ist eine moralische Ausrichtung oder eine Ethik in Pen-andPaper-Rollenspielen, wie Dungeons and Dragons. Es beschreibt eine Gutherzigkeit, die sich nicht an den Regeln und Gesetzen anderer orientiert.

Ein Charakter, der als Chaotic Good eingestuft wird, glaubt daran, dass individuelle Freiheit und das Wohl des Einzelnen über starren Strukturen und Vorschriften stehen sollten.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass alle Charaktere mit einem Chaotic Good Alignment gleich sind. Nicht jeder Chaotic Good Charakter muss ein bombenwerfender Chaos-Goblin oder ein reichenfeindlicher Dieb sein. Wie sich Lawful in den Charakteren äußert, ist völlig unterschiedlich. 

Ein Chaotic Good-Charakter eine bereichernde und spannende Ergänzung für jedes Rollenspiel sein kann, solange er authentisch und konsistent gespielt wird.

Wie spielt man Chaotic Good richtig?

Ein Chaotic Good-Charakter ist nicht einfach nur chaotisch oder gut – er kombiniert beides. Hier sind einige Tipps, um dieses Alignment authentisch zu spielen:

  • Folge deinem Herzen: Dein Charakter handelt oft impulsiv, geleitet von seinem Gewissen und seiner Intuition. Hierbei stehen meist die Einstellung und das Empfinden des eigenen Charakters vor der Einschätzung der Gruppe o.ä..
  • Regeln sind flexibel: Nur weil es ein Gesetz oder eine Regel gibt, heißt das nicht, dass dein Charakter ihr folgen muss. Er könnte sie brechen, wenn er glaubt, dass es dem höheren Wohl dient.
  • Freiheit ist wichtig: Schütze die Freiheit von dir selbst und anderen. Dein Charakter kämpft gegen Unterdrückung und Tyrannei.
  • Grenzen setzen: Auch wenn du Regeln brichst, bedeutet das nicht, dass du alles tust. Entscheide, welche moralischen Grenzen dein Charakter hat.

Chaotic Good: Beispiele aus der Popkultur

Viele Charaktere in Büchern, Filmen und TV-Serien zeigen Eigenschaften von Chaotic Good. Gerade die Helden und Einzelgänger unseres Entertainments sind oft abseits der Regeln und Normen heldenhaft gut:

  • Robin Hood: Robin Hood ist eines der klassischen Beispiele für einen Charakter mit dem Alignment „Chaotic Good“. Robin Hood steht oft in Opposition zur herrschenden Klasse und besonders zum Sheriff von Nottingham. Er akzeptiert nicht einfach die bestehende Ordnung, weil er sie als korrupt und ungerecht empfindet. Anstatt die Gesetze zu respektieren,, bricht Robin Hood sie aktiv, um Gutes zu tun. Er stiehlt von denen, die mehr haben, um denen zu helfen, die in Not sind. Robin Hood folgt einem eigenen Moralkodex. Er verwendet Gewalt, aber nur gegen diejenigen, die andere unterdrücken oder schaden.
  • Han Solo: Der Schmuggler mit einem Herz aus Gold. Er ist bereit, Regeln zu brechen, aber letztendlich tut er das Richtige. Am Anfang der „Star Wars“-Reihe ist Han Solo vor allem an sich selbst und seinem Profit interessiert. Aber selbst zu diesem Zeitpunkt hat er einen grundlegenden moralischen Kompass. Im Laufe der Geschichte wird klar, dass er tief im Inneren das Richtige tun will, selbst wenn das bedeutet, gegen die Verbrecher-Regeln zu verstoßen oder sich selbst in Gefahr zu begeben.
  • Guardians of the Galaxy: Die Guardians of the Galaxy aus dem Marvel-Universum sind ein bunt zusammengeworfenes Team von Außenseitern und Anti-Helden, die trotz ihrer oft eigennützigen Motive und unkonventionellen Methoden am Ende oft das Richtige tun. Die Guardians sind oft in Konflikte verwickelt, die größer sind als sie selbst, und obwohl sie manchmal aus Eigeninteresse handeln, tendieren sie dazu, sich für das größere Wohl und gegen tyrannische Mächte wie das Kree-Imperium oder Thanos zu stellen. Ihre Methoden sind unkonventionell und oft chaotisch, aber ihr Herz ist am rechten Fleck. So verkörpern die „Guardians of the Galaxy“ das „Chaotic Good“-Alignment als Team perfekt. 

Als Spieler und Spielleiter mit einem Chaotic Good-Charakter umgehen: So geht’s

Als Spieler solltest du folgende Punkte beachten, wenn du als oder mit einem Chaotic Good-Charakter spielst:

  • Kommuniziere: Erkläre anderen Spielern und dem Spielleiter, was dein Charakter motiviert.
  • Sei konsistent: Auch wenn dein Charakter impulsiv ist, sollten seine Handlungen zu seinem Moralkodex passen.
  • Nimm Rücksicht: Auch wenn dein Charakter einen eigenen Kopf hat, so ist Dungeons and Dragons immer noch ein Spiel, welches als Team gespielt wird. Beachte bei deinen Abenteuern als Chaotic Good-Charakter, dass alle am Tisch Spaß haben und du dich mit den anderen Spieler absprichst. 
  • Tu Gutes: Chaotic Good ist nicht Chaotic Neutral. Bedenke, dass du zwar herkömmliche Konventionen durchbrechen kannst, dein Charakter dies aber vor allem aus dem Wunsch heraus tun sollte, anderen zu helfen. Eigennütziges Verhalten sollte eigentlich in den Hintergrund rücken.

Als DungeonMaster solltest du folgende Punkte beachten, wenn du einenChaotic Good-Charakter in der Party hast:

  • Akzeptiere die Unvorhersehbarkeit: Ein Chaotic Good-Charakter wird oft unerwartete Dinge tun. Sei darauf vorbereitet und nutze es als eine Chance für spannende Wendungen.
  • Biete moralische Dilemmata: Fordere den Charakter heraus, indem du Situationen schaffst, in denen er zwischen Regeln und seinem Wunsch, Gutes zu tun, wählen muss.
  • Rede mit dem Spieler: Offene Kommunikation ist bei Chaotic Good sehr wichtig. Es geht darum, herauszufinden, was die Ambitionen des Charakters sind, aber auch klarzumachen, was du als SPielleiter mit der Kampagne erreichen möchtest. 
  • Konsequenzen: Chaotisches Verhalten der Charaktere sollte ingame Konsequenzen nach sich ziehen. Wer entgegen der Regeln und Gesetze agiert, macht sich Feinde. Das sollten die Spieler wissen und berücksichtigen, wenn sie sich für chaotisch gutes Verhalten entscheiden. 

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