Backstory Tips für D&D Charaktere

Stift Backstory mit Rollenspiel erstellen

Besonders für neue Spieler*innen ist es oft schwer ihren Charakter so in die Welt einzubringen, dass er sich natürlich anfühlt. Hier erhältst du ein paar Tipps, um deine Pen & Paper Charaktere (oder die deiner Spieler*innen) über ihre Backstory besser in das Rollenspiel einzubinden.

Generell ist es sinnvoll bei der Erstellung der Hintergrundgeschichte deines Charakters darauf zu achten, dass du Ziele festlegst und Gründe einer Abenteurergruppe beizutreten hast. Der einsame Dieb mit der “Batman Backstory” ist zwar ein cooles Konzept für ein Buch oder Film, aber sorgt oft für Probleme in Pen & Paper Gruppen, in denen Alleingänge meist auch Langeweile für die anderen Spieler*innen bedeuten.

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Vorwissen zur Welt

Es ist deutlich einfacher einen interessanten Charakter zu erstellen, der in eine Welt passt, wenn du die Welt auch kennst. Dabei kann es sehr helfen, deinen Dungeon Master nach ein paar Informationen zum Setting und vielleicht auch zur Kampagne zu fragen. Dazu bietet sich auch eine Session Zero an, in der alle Fragen geklärt werden können und auch die Spieler sich rollenspieltechnisch abstimmen können. Oft können dabei lustige Konstellationen entstehen, die das Rollenspiel der gesamten Kampagne tragen.

In unserer aktuellen Icewind Dale: Rime of the Frostmaiden 🛒 Kampagne haben die Spieler sich entschieden, drei Zwerge und einen Menschen zu spielen. Die Zwerge sind alle aus dem Klan Steinauge, während der Mensch ein wichtiger Mediziner zu sein versucht. Das ganze erinnert oft ein wenig an den Hobbit, wenn die Zwerge über ihren Klan reden, viel Saufen oder sich über Dinge lustig machen, die Menschen so tun.

Ein Beispiel aus unserer Kampagne

Hierbei ist es auch oft interessant, wenn einzelne Spieler Informationen über die Welt erhalten, die der Gruppe sonst zunächst nicht bewusst sind. Vielleicht weiß ein Charakter bereits, wo ein bestimmter Gegenstand zu finden ist oder kennt ein paar Personen, die später noch wichtig werden.

Details deiner Backstory

Es ist wichtig ein paar Details in deiner Backstory zu haben, die dir erlauben dich auf deine Vergangenheit zu beziehen. Dabei solltest du aber nicht zu detailliert werden, da solche Informationen oft entweder gar nicht vorkommen oder dann ignoriert werden. Ich persönlich finde es zentral, dass dein Charakter ein einfaches Ziel hat. Alles andere kann später dazu kommen und sich um das Ziel drehen.

Zielsetzung für einen Charakter sollte nicht nur sein “möchte gerne Abenteuer erleben”, sondern eine Art messbares Ziel enthalten, dass erreicht oder verfehlt werden kann. Dabei kann es um simple Dinge wie für ein krankes Familienmitglied oder Rache an einem alten Feind gehen. Vor allem geht es darum, deinem Charakter Motivation außerhalb der Geschichte zu geben. Dadurch kannst du in Rollenspielsituationen deutlich besser selber Konversationen führen und auch Anstöße zum Roleplay für andere Spieler*innen geben. Dazu hier auch noch ein etwas ausführlicherer Post.

Organisationen und Gruppen als Motivation

Viele Charaktere haben als Teil ihrer Backstory, dass sie zu einer Gruppe gehören oder vielleicht auch von einer gesucht werden. Dabei haben besonders die Klassen mit religiösen Verbindungen wie Kleriker oft eine Organisation wie die Kirche eines bestimmen Gottes als zentralen Teil ihrer Geschichte. Hier ist es wichtig diese Beziehung zumindest grundlegend vor Auge zu haben und vielleicht in ein paar Stichpunkten zu notieren, wenn man den Charakter erstellt. Fragen die dabei helfen können sind: Wer ist der Gott? Wie gut ist die Kirche in der Gesellschaft angesehen? Ist der Charakter überzeugt von der Religion? Was verlangt die Kirche?

Oft ist es aber auch hilfreich, von einer Gruppe gesucht oder verfolgt zu werden, um deinen Charakter zu motivieren. Vielleicht schuldest du den falschen Leuten Geld oder hast dich mit einer Organisation angelegt, von der man sich eher fern halten sollte. Jetzt suchen sie dich. Damit hast du sofort einen Grund, um dich einer Abenteurergruppe anzuschließen (ob für Geld oder Schutz) und auch ein sehr eindeutiges Ziel.

Einzelne Personen in einer Backstory

Wie bereits erwähnt kann es auch hilfreich seine Verbindungen zu Personen in der Welt zu haben. Dabei solltest du dich auf jeden Fall mit dem DM absprechen, um diese NPCs auch passend in das Setting einzufügen. Außerdem kannst du auch ein paar Namen von Charakteren aus deiner persönlichen Geschichte parat haben, aber hier würde ich sehr vorsichtig mit der Ausarbeitung sein. Es ist leicht sich in den genauen Verbindungen und Beziehungen zu verschiedenen Familienmitgliedern zu verlieren, die meist nie relevant werden. Das kann für Spieler*innen auch frustrierend sein, da sie viel Zeit in diese Backstory stecken und dies nicht wertgeschätzt werden kann, wenn es nicht vorkommt. Wenn dies also nicht die zentrale Motivation deines Charakters sein soll, dann würde ich es nur minimal ausarbeiten.


Wenn ihr eure Charaktere dann ausgearbeitet habt, könnt ihr sie bei D&D Beyond erstellen und mit Beyond20 automatisch direkt bei Roll20 oder in anderen VTTs digitale Würfel rollen. Hier findet ihr noch mehr zu diesem Thema.

Bildquelle: pexels.com

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